Da wir ja schon bei der Besichtigung einigen Müll entdeckt hatten, war klar: erst mal aufräumen! Wir sammelten die ganzen Fundstücke erst einmal auf einem Haufen, um überhaupt einen Überblick über die Menge zu bekommen.
Dabei wurde uns auch schnell klar, dass wir den nötigen Zaun möglichst bald setzen sollten, damit keine "Nacht-und-Nebelkipper" neuen Müll aufs Grundstück tragen konnten.
Um den Zaun aber setzen zu können, mussten einige Sträucher und kleine Bäume weg, die so mitten auf der Grundstücksgrenze wucherten. Zum Glück waren keine Vogelnester vorhanden - das hätte zu weiteren Problemen geführt.
In den nächsten Wochen überschlugen sich die Aufgaben ...
- Wenn man noch nie einen Zaun gesetzt hat, muss man sich erst einmal informieren, was es da so gibt und wie man das so macht (von unseren Erfahrungen berichte ich später)
- Damit wir nicht andauernd alle Gerätschaften / Werkzeuge hin- und hertransportieren mussten, musste ein Geräteschuppen her. Und da wir auch damit noch nie zu tun hatten, war auch hier erst einmal ein wenig Recherche nötig ...
- Es zeigte sich, dass man eben doch nicht wirklich alles ohne Strom geregelt bekommt. Also war die Überlegung geboren, einen Stromerzeuger für die schweren Arbeiten zu besorgen. Auch damit hatten wir noch nie zu tun - ergo: Recherche!
- Gartenplanung & Pflanzenkauf ... und natürlich die ersten eigenen Anzuchten auf dem Balkon
Tagsüber bzw. meist Nachmittags wurden die Sträucher und kleinen Bäume entfernt, abends wurde im Internet gestöbert ...
Der Haufen mit Geäst wuchs und wuchs. Was macht man damit? Wegfahren zur Kippe? Neee! Ging für mich nicht. War doch Biomasse des Areals ...
Wir einigten uns darauf Totholzhaufen zu machen. Davon erzähle ich Euch dann noch ...
Der gefundene Müll war ein Sammelsurium aus unterschiedlichen Materialien. Teilweise konnte man es über den Hausmüll entsorgen. Aber wir mussten einige Male zum Bringhof fahren.
Mit der Zeit wurde es ein wenig übersichtlicher. Das Gras stand ja auch recht hoch. Wir hatten es erst einmal mit der Sense gekürzt. Als dann später der große Tag kam, an dem das erste Mal gemäht worden war, saß ich in einem Gartenstuhl und konnte nur sagen: "Boah! Das ist ja richtig groß geworden!" Echt wahr: Nachdem der Rasen gemäht war, wude das Grundstück gefühlt doppelt so groß! Es war aber auch einfach ein wunderbares Gefühl, die erste "Schwerstarbeit" geschafft zu haben. Der Sommer konnte kommen! (Eigentlich war er schon da - es war inzwischen Ende Juni)



